Die Schlosskirche

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts siedelten sich in Cottbus französische Hugenotten an, die eine französisch reformierte Gemeinde gründeten. Diese Gemeinde wollte natürlich eine eigene Kirche, die sie auf dem Grundstück der ehemaligen Katharinenkirche errichten durfte. Dieses Grundstück erhielten die Hugenotten vom Brandenburger Kurfürsten Friedrich Wilhelm III. mit der Erlaubnis, eine eigene Kirche zu bauen. Diese wurde schließlich nach siebenjähriger Bauzeit als einschiffiger Putzbau mit Walmdach fertiggestellt.

Die Einweihung der Schlosskirche konnte am 7. Januar 1714 erfolgen. Der Name „Schlosskirche“ entstand dabei aus der Tatsache heraus, dass der deutsch reformierte Geistliche, der in dieser Kirche predigte, gleichzeitig als Hof- und Schlossprediger berufen wurde. In dieser Zeit wurden in der Kirche nicht mehr nur Gottesdienste der französisch-reformierten Gemeinde abgehalten, sondern die Schlosskirche wurde auch von der deutsch-reformierten Gemeinde genutzt.

Im Jahr 1870 wurde dann ein neugotischer Turm auf der Kirche errichtet, der noch heute weithin sichtbar war und das Wahrzeichen der Spremberger Straße darstellt. Auch der Innenraum der Kirche wurde modernisiert, er entstand erst mit Renovierungsarbeiten, die 1972 begonnen wurden.

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